Was zeichnet die Montessori Pädagogik aus

Leitgedanken der Montessori Pädagogik

  • fordert und fördert individuelle Intelligenz und kreatives Problemlöseverhalten

  • Sie erzieht zu Selbstständigkeit und Unabhängigkeit

  • Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kinder

  • Selbstständiges und freies Arbeiten / Lernen in vorbereiteter Umgebung

  • Friedenspädagogik über alle sozialen, religiösen und ethnischen Grenzen hinweg

 

Der Kern der Montessori Pädagogik

  • Im Mittelpunkt der Erziehung steht das einzelne Kind mit seinen eigenen Interessen und Bedürfnissen. So wird eine eigenständige und selbsttätige Entwicklung möglich, die dem Kind die Gewissheit ermöglicht: Ich schaff das, ich kann es! 

  • Das Kind ist der "Baumeister des Menschen" - dies bedeutet für Montessori: Der Erwachsene kann die Persönlichkeit des Kindes nicht machen. Er muss ihm aber dabei behilflich sein, seine vorhandenen Kompetenzen zu erweitern und aufzubauen. Für Montessori ist Lernen ein aktiver und konstruktiver Prozess

  • Nach Montessori durchläuft jedes Kind in seiner Entwicklung "sensible Phasen". Während dieser Zeit kann es bestimmte Sachverhalte ohne allzu große Mühe lernen. Die moderne Psychologie spricht von "Zeitfenstern". Dies bedeutet für die Erziehenden, sich auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes einzulassen. 

  • Montessori ist - wie auch die moderne Gehirnforschung - überzeugt, dass Kinder lernen und leisten wollen. Beide sind sicher, dass nachhaltiges Lernen in Phasen hoher Konzentration stattfindet. Montessori nennt es Polarisation der Aufmerksamkeit

  • Leben und Lernen in Montessori Einrichtungen ist ohne Regeln und Rituale nicht denkbar. Sie werden mit den Kindern vereinbart und sind gleichsam äußere Stützen zum Aufbau von innerer Sicherheit.

 

Die Aufgabe der Montessori Pädagogen

  • Für Montessori haben Pädagogen vor allem zwei Aufgaben: Sie müssen zunächst eine vorbereitete Umgebung bereitstellen. Kennzeichen hierfür ist eine klar angeordnete Struktur von sog. Entwicklungsmaterialien aus verschiedenen Bereichen (Übungen des täglichen Lebens, Sinnesmaterial, Sprachmaterial, Mathematikmaterial; Kosmisches Material). Sodann muss der Erzieher die Kinder beobachten und warten können.

 

Ziele und Vision von Maria Montessori

Das Erziehungsziel von Maria Montessori ist der freie Mensch

  • Auf dem Fundament des Wissens um sachliche Lebens- und Wirklichkeitszusammenhänge auch ein verantwortliches, moralisch wie demokratisch begründetes Handeln stehen. Der von ihrer christlichen Herkunft her begründete Schutz des Lebens und die Erhaltung wie Pflege der natürlichen Lebensgrundlagen gehören dazu ebenso wie die Friedenserziehung. 

  • Maria Montessori sah im Konflikt zwischen dem von Unwissenheit und Egoismus bestimmten Erwachsenen und dem auf unbedingte Liebe, Pflege, Ernährung und pädagogische Zuwendung angewiesenen Kind die Quelle von Hass und Krieg, und in den Kindern die "Lehrmeister des Friedens". Durch ihre Pädagogik möchte sie Liebe und Harmonie, umfassende Gerechtigkeit zwischen Erwachsenen und Kindern wie weltweit zwischen Völkern, schließlich die Veränderung der Welt in Richtung auf eine einzige, friedliche Nation (nazione unica) fördern.